Menuhin Festival Gstaad

A Platform for Developing Innovative Ideas

Das Menuhin Festival Gstaad bietet während 2 Monaten im Sommer einen atmosphärischen Rahmen für künstlerische Entfaltung und Kreativität, welcher schon Lord Menuhin und seine Zeitgenossen beflügelt hatte, in Gstaad Aussergewöhnliches zu realisieren. Hier gründete er 1957 das Menuhin Festival, baute in den 70-er Jahren die International Menuhin Music Academy (IMMA) auf und entwickelte das Festival bis zu seinem Rückzug im Jahre 1996 zu
einem der führenden Musikfestivals der Schweiz und des gesamten Alpenraumes.

Im Geiste des Gründervaters Lord Menuhin konnte das Menuhin Festival Gstaad in den vergangenen 8 Jahren neu positioniert und erfolgreich weiter entwickelt werden, indem eine offene und kreative Programmpolitik nun zukunftsweisende Projekte und den Aufbau nachhaltiger künstlerischer Gefässe ermöglicht. Das Kammermusikfest Gstaad konzentriert sich auf hochkarätige Persönlichkeiten (Joshua Bell, Sabine Meyer, Alfred Brendel, Andras Schiff, Hélène Grimaud), die ihre musikalischen Freunde und Partner nach Gstaad einladen und «gemeinsam in entspannter Atmosphärer musizieren» (Zitat
Yehudi Menuhin).

Die Sinfonieorchester-Konzerte im Festival-Konzertzelt bringen sinfonische Glanzlichter zurück nach Gstaad, unter anderem durch enge Partnerschaften zu Orchestern wie dem London Symphony Orchestra. Die Reihe «Today’s Music» ermöglicht Begegnungen verschiedenster Stile und Kulturen, welche nach Vorbild von Yehudi Menuhins überraschende und unvorhergesehene Musikerlebnisse ergeben. Mit Künstlern wie Bobby McFerrin, Nigel Kennedy oder der Schweizer Jazz-Legende George Gruntz konnte sich dieser Zyklus seit der Edition 2002 profilieren. Darüber hinaus wurde die Tradition eines Kinderprojektes etabliert, welches jährlich die Aufführung eines in den Schulen des Saanenlandes pädagogisch erarbeiteten Werkes unter Mitwirkung von 30 bis 50 Kindern aus der Region vorsieht. Werke wie «Pollicino» von Hans-Werner Henze, «Brundibar» von Hans Krasa oder «Carnaval des Animaux» von Camille Saint-Saëns bleiben unvergessen.

Auch für musikalischen Laien wurde eine Plattform geschaffen, die sich als «Play-Along»-Reihe etabliert hat: Die Festival-Ausgabe 2008 präsentierte erstmals eine Orchesterwoche für Amateur-Musiker, welche während 7 Tagen gemeinsam mit Stimmführern des London Symphony Orchestras ein Orchesterprogramm einstudierten und in einem Konzert präsentierten. Seit 2009 wird dieses Amateurorchester durch ein entsprechende Jugendorchester-Woche mit 60-70 Mitwirkenden ergänzt. Die insgesamt jährlich ca. 130Jugendlichen und Laienmusikerinnen profitieren in diesem Projekt von der Kombination von aktivem Musizieren, Konzertbesuchen und kurz: Sie nehmen am Festivalleben Teil.